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Pathologie des Gastrointestinaltraktes

Die diagnostische Beurteilung von endoskopisch gewonnener kleiner Gewebeproben (Biopsien) aus dem Magendarmtrakt (Gastrointestinaltrakt) nimmt in der täglichen Routinearbeit des Pathologen einen großen Stellenwert ein. Die feingewebliche Diagnostik durch den Pathologen ist ein unverzichtbarer Bestandteil der klinischen Diagnostik; eine Reihe von weit verbreiteten Erkrankungen (z. B. die genaue Ursache einer Magenschleimhaut-Entzündung [= Gastritis]) ist ausschließlich durch die histologische Untersuchung des Gewebes in der Pathologie möglich.

Als Beispiel lässt sich die Refluxösophagitis (Speiseröhrenentzündung bei Sodbrennen) anführen, die der Pathologe mikroskopisch erkennt, und der Patient anhand dieser Diagnose adäquat behandelt werden kann. Besteht eine solche Entzündung der Speiseröhre über lange Zeit, so kann sich hieraus ein Adenokarzinom (bösartiger Krebs) entwickeln. Die Überwachung solcher Patienten durch regelmäßige Gewebsuntersuchung obliegt dem Pathologen.

Eine weitere häufige Erkrankung des Magendarmtraktes ist die Magenschleimhautentzündung (Gastritis), die verschiedene Ursachen haben kann. Sehr häufig liegt der Magenschleimhautentzündung eine Infektion durch ein bestimmtes Bakterium zugrunde (Helicobacter pylori). Mikroskopisch bestimmt der Pathologe das Ausmaß und die Ursache der Entzündung. Anhand der so gestellten Diagnose kann der behandelnde klinische Arzt im Falle einer bakteriellen Ursache den Patienten mit Gabe von Antibiotika heilen.

Eine wichtige Aufgabe der Pathologie ist die Früherkennung von Krebs. Im Dickdarm kann es zur Bildung so genannter Schleimhautpolypen kommen. Der Pathologe erkennt ob es sich um gutartige Veränderungen oder Krebsvorstufen (Adenome) handelt. Hat sich in einem Adenom ein bösartiger Krebs entwickelt muss ein Darmstück operativ entfernt werden.

Wenn ein Darmkrebs operiert wird legt wiederum der Pathologe fest, wie tief der Krebs in die Darmwand wächst (Invasionstiefe), ob Lymphknotenmetastasen vorliegen und ob er ganz entfernt wurde (Beurteilung des Resektionsrandes).

Die angeführten Erkrankungen sind häufig und repräsentativ ausgewählt. Es gibt im Magendarmtrakt eine große Anzahl weiterer gut- und bösartiger Erkrankungen, bei deren Erkennung, Behandlung und Überwachung die Zusammenarbeit zwischen klinisch tätigen Ärzten und Pathologen nötig sind.



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